Salar de Uyuni Tour: Die größte Salzwüste der Welt

Salar de Uyuni Tour: Mit dem Jeep zur größten Salzwüste der Welt

Die größte Salzwüste der Welt gehört für viele Backpacker in Südamerika zu den absoluten Highlights ihrer Reise. Der Salar de Uyuni hat nämlich nicht nur die unendliche Weite der Salzwüste zu bieten, sondern noch viel mehr beeindruckende Natur. Genauer gesagt bietet die Region Uyuni in Bolivien genug sehenswertes um 3-4 Tage mit dem Jeep unterwegs zu sein.

Auch für mich gehörte die Jeeptour zum Salar de Uyuni zu den besten Erlebnissen meiner Südamerika Reise. Hier gebe ich euch hilfreiche Tipps zur Vorbereitung und Einblicke in die Tour.

Anreise: Wie organisiere ich die Jeep Tour zum Salar de Uyuni?

Welcher Startpunkt: San Pedro de Atacama oder Uyuni?

Für die Tour zum Salar de Uyuni gibt es im Wesentlichen zwei verschiedene Startpunkte. In Chile könnt ihr die Tour von San Pedro de Atacama aus beginnen, seid ihr in Bolivien startet ihr am besten in der Wüstenstadt Uyuni. Dabei gibt es zwei verschiedene Modelle für die Tour. Bei der 3-tägigen Tour endet man jeweils in der anderen Stadt und kann von dort aus weiterreisen. Wenn man eine 4-tägige Tour bucht ist es ein Rundtrip und man fährt am letzten Tag zu seinem Ausgangspunkt zurück. Ich habe beispielsweise die 4-tägige Tour von San Pedro aus gebucht und bin am Ende der Jeep Tour auch wieder dort angekommen.

Vor Ort oder vorab online buchen?

Bevor ich nach Südamerika geflogen bin habe ich mir da wirklich den Kopf über diese Frage zerbrochen. Im Nachhinein würde ich ganz klar sagen: Vor Ort buchen. Im Internet ist alles ein wenig komplizierter, man hat keinen guten Überblick über alle Anbieter und die Preise sind ein wenig höher. Die Touren starten jeden Tag und werden von vielen verschiedenen Agenturen angeboten. Einen Platz bekommt man also auf jeden Fall. Vor Ort kann man sich außerdem noch ein paar Tipps von anderen Reisenden geben lassen, die die Tour bereits gemacht haben.

Welchen Anbieter soll ich für die Salar de Uyuni Tour wählen?

Wie bereits erwähnt gibt es eine Menge Anbieter, die die Tour zum Salar de Uyuni durchführen. Leider hört man immer wieder Horrorgeschichten von betrunkenen Fahrern und Autopannen, also sollte man sich im Vorfeld auf jeden Fall über die verschiedenen Agenturen informieren. Ich habe letztendlich bei „World White Travel“ gebucht, da sie auf Tripadviser ziemlich gute Bewertungen hatten. Im Nachhinein kann ich „World White Travel“ für die Uyuni Tour auch wirklich empfehlen. Wir waren mit drei Jeeps unterwegs, alle Fahrer sind sicher gefahren und haben auch jeden Abend und Morgen die Autos kontrolliert. Es hat also alles insgesamt einen sehr sicheren Eindruck gemacht.

Was kostet eine Jeeptour zum Salar de Uyuni?

Was die Tour kostet hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Es gibt eine Budgetvariante, bei der man in Mehrbettzimmern schläft und eine Luxusvariante, bei der man Annehmlichkeiten wie besseres Essen und private Zimmer hat. Ein weiterer Faktor ist, ob man eine spanisch- oder englischsprachige Tour möchte. Ich würde aber die spanischsprachige Tour empfehlen, da die meisten Fahrer trotzdem nur gebrochen Englisch sprechen und sich ein Aufpreis demnach kaum lohnt. Für die Basic-Tour mit spanischsprachigem Guide bezahlt man für die 4-tägige Tour ungefähr 130 USD.

Es macht preislich übrigens keinen Unterschied, ob ihr die Tour in San Pedro oder Uyuni bucht. Es hält sich zwar das Gerücht, dass die Tour in Uyuni günstiger ist, das stimmt allerdings nicht.

Beachtet außerdem, dass die Eintritte in die Nationalparks nicht im Ticketpreis enthalten sind und ihr diese vor Ort bezahlen müsst. Eure Touragentur wird euch da aber sicherlich informieren und euch sagen, wie viele Bolivianos ihr auf der Reise braucht.

Übernachtung und Verpflegung im Salar de Uyuni

Die Unterkünfte auf der Route sind wirklich kein Luxus. Man wird bereits vor der Abreise von der Agentur vorgewarnt, dass die Übernachtungsmöglichkeiten sehr basic sind. Damit haben sie auch wirklich nicht untertrieben. In der ersten Unterkunft gibt es keine Duschen, das Licht funktioniert nur ab und an und es ist eiskalt. Bis zu -10°C im Schlafzimmer. Ein Schlafsack und dicke Kleidung sind also dringend zu empfehlen. In der zweiten Nacht schläft man in einem Salzhotel, was auf jeden Fall ein bisschen wärmer war. Außerdem gibt es Duschen, wenn man Glück hat sogar welche mit warmem Wasser (Darauf würde ich aber nicht setzen). In der dritten Nacht ist die Unterkunft wieder sehr einfach und es ist auch wieder ziemlich kalt. Mit vielen Decken ist es aber auszuhalten. Das Essen auf der Tour fand ich überraschend gut! Es wird immer frisch gekocht und es gibt mittags und abends ein warmes Gericht.

Was sieht man alles auf der Salar de Uyuni Tour?

Tag 1: Salvador-Dalí-Wüste und Colourful Lagoon

Die Jeep Tour beginnt am frühen Morgen in San Pedro mit dem Grenzübergang. Nach der Ausreise fährt man über die Andenroute zu der bolivianischen Grenze und muss dort nochmals die Grenzkontrolle passieren. Das verläuft allerdings ziemlich schnell und problemlos. Man bekommt aber zum ersten Mal eine vage Vorstellung, wie kalt es auf der Reise sein wird. 4000 Meter Höhe machen sich eben doch bemerkbar.

Die ersten beiden Stopps in Bolivien sind die Laguna Blanca und die Laguna Verde. Die Laguna Verde hat mir ein bisschen besser gefallen, aber beide sind beeindruckend und ein guter Start für den Trip. Danach fährt man an der Salvador-Dalì-Wüste vorbei. Sie hat ihren Namen erhalten, da die Wüste mit ihren Steinformationen stark an seine Gemälde erinnert.

Wenn man sich in der Kälte ein bisschen aufwärmen möchte, gibt es an diesem Tag auch die Möglichkeit in heißen Quellen zu baden. Ich habe es aber nicht über mich gebracht bei dem Wind auch nur eine Schicht Kleidung auszuziehen 😀 Danach geht es hoch auf 5000 Meter Höhe, dem höchsten Punkt auf der ganzen Tour. Dort sieht man den Geysir Sol de la Manana, wieder eine sehr beeindruckende Landschaft. Dort war es auch einfach unglaublich windig, so windig, dass der Rauch des Geysirs richtig zur Seite geblasen wurde. Vergleicht die Fotos mal mit den Geysiren, die ich euch in meinem Bericht über die Atacama Wüste gezeigt habe.

Der letzte Halt des Tages war für mich ein absolutes Highlight auf der ganzen Tour. Die Colourful Lagoon hat durch die Algen eine tiefrote Farbe. Die vielen Flamingos und der Sonnenuntergang machten die Szenerie perfekt. Es war wirklich ein einmaliger Moment einfach nur dort zu stehen und die Natur zu genießen.

Tag 2: Lagunen und Flamingos

Der zweite Tag startet mit einem Halt an dem Arbol de Piedra, einer Steinformation, die an einen Baum erinnert. Danach sind wir zu zwei weiteren Lagunen gefahren und haben wieder total viele freilebende Flamingos gesehen. Seit meiner Reise nach Südamerika habe ich eine absolute Obsession mit den Tieren. Ich finde es völlig faszinierend, dass sie in dieser Kälte und bei diesem Wind tatsächlich dort leben können.

Wir sind weiter zum Mirador Ollague gefahren. Von dem Aussichtspunkt hat man einen tollen Blick auf den gleichnamigen Vulkan Ollague. Anschließend fährt man durch die Salzwüste Salar Chiguana zu dem Dörfchen San Juan, wo sich auch das Salzhotel für die Übernachtung befindet.

Tag 3: Salar de Uyuni

Am dritten Tag fährt man sozusagen zu der Hauptattraktion der Tour, also zum Salar de Uyuni. Man fährt sogar so früh los, dass man noch den Sonnenaufgang in der größten Salzwüste der Welt bestaunen kann, wirklich ein magischer Moment. Ich habe noch nie so eine weite, flache Landschaft gesehen. Man verliert jedes Gefühl für die Entfernung und kann tatsächlich nicht mehr einschätzen ob die Berge nun 10km oder 60km weit weg sind.

Gefrühstückt wird an der Kakteen Insel Isla Incahuasi, sie sich inmitten des Salars befindet. Ein wenig unwirklich sieht es schon aus, wenn man in der Salzwüste eine riesige Insel voller Kakteen betrachtet. Der obligatorische Fotostopp wird natürlich auch eingelegt, denn durch die flache Landschaft kann man die Perspektive auf den Fotos ganz schön verändern.

Der letzte Halt vor unserem Endziel Uyuni ist das Cementario des Trenes, ein Zugfriedhof. Ich muss zugeben, dass ich von diesem Halt nicht sonderlich beeindruckt war. Der Ort ist ziemlich trist und trostlos und wird wohl nur für die Touristen so beibehalten.

In Uyuni angekommen machten wir zwei Stunden Pause und machten uns dann auf den Rückweg nach Chile und San Pedro de Atacama

Tag 4: Rückfahrt nach San Pedro de Atacama

Der letzte Tag wird nur noch für die Rückreise nach San Pedro genutzt. Man fährt nochmal an ein paar Stopps der ersten Tage vorbei, es wird aber eigentlich nur noch angehalten um auf Toilette zu gehen. Deshalb ist man auch am frühen Mittag bereits zurück in Chile.

Hilfreiche Tipps für die Salar de Uyuni Tour

  • Dicke Kleidung und ein Schlafsack sind ein Muss. Vor allem nachts ist es so kalt, dass man um jede zusätzliche Schicht froh ist. Unbedingt auch an Mütze, Schal und Handschuhe denken.
  • Snacks und genug Wasser einpacken. Da nur die Hauptmahlzeiten im Preis inbegriffen sind, sollte man sich seine Snacks vorher selbst besorgen. Außerdem sollte man genug Wasser dabei haben (mindestens 5 Liter). Man kann unterwegs zwar ab und an welches kaufen, manchmal kann das aber etwas umständlich sein.
  • Packt ein paar Bolivianos extra ein. Nicht nur der Eintritt in die Nationalparks kostet extra. Man braucht auch ein bisschen Geld um die Toiletten auf der Strecke zu bezahlen, sich Wasser zu kaufen oder teilweise sogar für die Gebühr zum duschen.
  • Achtung vor der Höhe. Während der gesamten Uyuni Tour bewegt man sich zwischen 4000 und 5000 Meter Höhe. Es kann also gut sein, dass einen die Höhenkrankheit erwischt. Dagegen hilft viel Wasser trinken, Kopfschmerztabletten und Coca Blätter (darauf schwören die Einheimischen).
  • Klopapier mitnehmen. In Bolivien gibt es in den Unterkünften kein Klopapier, deshalb ist es ratsam ein oder zwei Rollen einzupacken.
  • Ausreichend Akkus einpacken. Es gibt nur in der zweiten Nacht im Salzhotel ein paar Steckdosen im Aufenthaltsraum, die sind allerdings auch schnell belegt. Ansonsten gibt es keine Möglichkeit seine Geräte aufzuladen, also bringt genügend Akkus mit.
  • Ein paar Worte Spanisch sind sehr hilfreich. In Bolivien spricht kaum jemand Englisch, auch nicht die absoluten Grundbegriffe. Ein paar Begriffe auf Spanisch zu kennen ist also ziemlich hilfreich.
  • Raus aus Uyuni. Uyuni ist wirklich keine schöne Stadt und hat kaum etwas zu bieten. Deshalb plant eure Weiterreise am besten noch am gleichen Tag eurer Ankunft.

Chile Tipps

Wenn ihr noch mehr über meine Südamerika Reise erfahren wollt, schaut doch gerne bei meinen Berichten über Santiago, Valparaiso und die Atacama Wüste vorbei.

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21 Kommentare

  1. 22/06/2017 / 14:15

    Wow was für einmalige BIlder – das schaut ja wirklich nach einem unvergesslichen Trip aus!!! 🙂
    Und super, dass du direct noch deine Tipps weitergibst, das finde ich an Travel Guides immer besonders hilfreich 🙂

    xxx
    Tina
    http://www.styleappetite.com

  2. 22/06/2017 / 15:04

    Oh das hört sich so super an und schaut so unfassbar toll aus!

    Ein ganz toller Bericht! Ich freu mich auf viele weitere 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Caro

    https://carolionk.com/

  3. 22/06/2017 / 17:30

    Wahnsinn, das klingt einfach richtig toll und die Bilder sind großartig! 🙂 Südamerika steht auf jeden Fall auch noch weit oben auf meiner Wishlist und diese Salzwüste scheint ja echt eine Reise wert zu sein!

    Ganz liebe Grüße,
    Corinna
    http://www.kissenundkarma.de

  4. 22/06/2017 / 20:58

    Die Tour klingt wirklich super cool! Ich muss gestehen, dass ich die Salzwüste noch gar nicht kannte. Deine Bilder sind wahnsinnig toll geworden 🙂
    Liebe Grüße,
    Laura von lauraskreativecke

  5. 23/06/2017 / 18:29

    Hey, danke fürs Mitnehmen! Solche Erlebnisse bleiben wohl immer in Erinnerung!
    Liebe Grüße!

  6. Leni
    24/06/2017 / 09:04

    Auf diesen Blogpost habe ich mich schon sehr gefreut, da ich in der Schule bereits ein Thema über Salar de Uyuni gehalten habe und auf deinen Bericht und vor allem deine Fotos gespannt war.
    Sieht echt mega cool aus!
    Irgendwann will ich sie mir auch live anschauen.
    Liebste Grüße, Leni
    http://www.theblondejourney.com/

  7. 24/06/2017 / 14:39

    Wow sieht das TOLL aus! Ich war auch einmal in einer Salzwüste in Amerika – die ist wohl gleich ein bisschen klein im Vergleich zu dieser 🙂 Es freut mich, dass du so eine tolle Zeit hattest!
    Liebst, Carmen – http://www.carmitive.com

  8. 24/06/2017 / 20:51

    Wow was für wunderschöne Eindrücke!!!
    Das war bestimmt ein wahnsinns Erlebnis. 🙂
    Die Flamingos sind ja traumhaft, ich möchte auch so gerne mal welche in freier Wildbahn sehen. 🙂
    Liebste Grüße Tamara
    http://www.fashionladyloves.com/

  9. 26/06/2017 / 01:48

    Was für Bilder. Das muss echt ein einmaliger Trip gewesen sein und ein Muss wenn man eh dort in der Nähe ist.
    Das ist für uns Europäer ja nicht unbedingt alltäglich. ^^
    Danke fürs virtuelle Mitnehmen in diese wunderschöne Umgebung!

    -xx, Carina
    http://www.redsunbluesky.blogspot.de

  10. 26/06/2017 / 23:37

    Ganz tolle Eindrücke, ich habe mich ehrlich gesagt noch nie wirklich ausführlich mit Südamerika beschäftigt. Deine Bilder machen da aber unheimlich Lust drauf! Super informativer Beitrag!

    Liebe Grüße
    Sonja
    http://www.onefiftytwoblog.com

  11. 27/06/2017 / 13:47

    Was für ein toller Post über Südamerika! Traumhafte Gegend, wahnsinnig schön <3

    xxx
    Ari

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